Taschengeld (für Kids / unter 14)
Was ist Taschengeld?
Wie der Name schon sagt ist es Geld, das du in deiner Tasche hast.
Normalerweise geben Eltern ihren Kindern Taschengeld, damit sie lernen,
mit Geld umzugehen. Für dich bedeutet das, dass du einen kleinen
Geldbetrag dein Eigen nennen. Damit kannst du dir kleine Sachen kaufen
, die du gerne haben möchtest. Und du musst in der Regel noch
nicht mal deine Eltern fragen, ob du das darfst. Schön, nicht?
Übrigens:
Ein Recht auf Taschengeld hast du nicht. Das heißt, deine Eltern
MÜSSEN dir kein Taschengeld geben, das machen sie freiwillig.
Es liegt also an deinen Eltern und dir, ob ihr ein regelmäßiges
Taschengeld aushandelt.
Zum Taschengeld zählen auch diejenigen Geldbeträge, die
du von Großeltern, Tanten oder anderen Verwandten zu Geburtstagen
oder einfach mal so bekommst. Das ist dein Geld und du darfst darüber
bestimmen.
Wofür das Taschengeld nicht sein soll: für deinen täglichen
Lebensunterhalt, also für Essen, Kleidung, Schulsachen, Hygieneartikel
usw.
Grundsätzlich ist es deine Sache, was du mit
deinem Taschengeld machst. Du kannst natürlich hingehen und es
sofort ausgeben, für Süßigkeiten, ein neues Spielzeug
oder, oder, oder... Dann ist es allerdings weg, und du musst bis zum
nächsten Auszahlungstag warten. Aber vielleicht hast du mit deinem
Geld ja Pläne, z.B. das neueste Micky-Maus-Heft kaufen oder dir
eine neue Barbiepuppe leisten, für die das wöchentliche
Geld nicht ausreicht? Dann kannst du dein Geld sparen.
Um den Überblick zu behalten und deine Ausgaben zu planen, kannst
du ein Taschengeldbuch führen. Am besten kaufst du dir dazu ein
kleines Vokabelheft. Du notierst auf der einen Seite die Einnahmen,
also das Geld, das du kriegst, und auf der anderen die Ausgaben, also
das Geld, das du für irgendetwas bezahlen musst. Dann weißt
du immer über den Stand in deinem Sparschwein Bescheid und kannst
außerdem nach längerer Zeit noch mal überprüfen,
wofür du dein Geld überhaupt ausgegeben hast.
Hier ein Beispiel: Taschengeldbuch von Klara, 10 Jahre:
| APRIL 2007 | ||
| Einnahmen: | Ausgaben: | |
| 1. 4.: 12,50 von Mama und Papa | 7.4.: 7,00 Kino (Harry Potter 4, war toll!) | |
| 14.4.: 3,00 Euro von Oma | 8.4.: 2,00 Eis | |
| 23.4.: 1,50 Euro von Onkel Ulf (Geizhals) | 26.4.: 2,50 Schwimmbad mit Maria | |
| 27.4.: 3,00 T-Shirt (Schnäppchen!) | ||
| Gesamt: 17,00 Euro | Gesamt: 14,50 Euro | |
| Noch im Sparschwein: 2,50 Euro | ||
| MAI 2007 | ||
| Einnahmen: | Ausgaben: | |
| Übrig von April: 2,50 Euro | ... | |
| 1.5.: 12,50 von Mama und Papa | ... | |
| ... | ||
Du kannst aber auch schon als Kind ein „Taschengeldkonto“ einrichten oder ein Sparbuch anlegen. Es gibt verschiedene Banken, die das anbieten und so hast du dein Geld sicher untergebracht. Du bekommst regelmäßig Kontoauszüge, auf denen du sehen kannst, wie viel Geld du noch hast. Falls du dich dafür interessierst, rede mit deinen Eltern, damit sie dir helfen bei einer Bank ein solches Konto einzurichten.
Es gibt kein Gesetz, das bestimmt, wie viel Taschengeld du bekommst. Deine Eltern können das bestimmen. Die Höhe hängt natürlich auch damit zusammen, wie viel Geld deine Familie insgesamt in einem Monat ausgeben kann. Um dir und deinen Eltern eine Hilfe zu geben, wie viel Taschengeld so durchschnittlich üblich ist, gibt es hier eine Taschengeldtabelle.
Sind Handys notwendig? Welche Kostenfallen und
Auswege gibt es?
Es lässt sicht trefflich darüber streiten, ob Handys notwendig
sind oder nicht. Du solltest auf jeden Fall gemeinsam mit deinen Eltern
entscheiden, ob du ein Handy haben kannst oder nicht. In keinem Fall
ist es empfehlenswert, einen Vertrag abzuschließen, weil du
so keinen Überblick über die anfallenden Kosten hast. Und
ruckzuck sind mehrere hundert Euro vertelefoniert oder versmst. Also:
am besten betreibst du dein Handy mit einer Karte. Es liegt an deinen
Verhandlungen mit deinen Eltern, ob sie dir monatlich eine Karte spendieren
oder ob du diese von deinem Taschengeld zahlen musst.
Grundsätzlich solltest du jedoch bei der Benutzung deines Handys
| · | bedenken, dass telefonieren vom Festnetz aus günstiger ist, |
| · | bedenken, dass es günstiger ist, eine SMS zu verschicken als zu telefonieren, |
| · | überlegen, ob du deine Freundin oder deinen Freund wirklich stundenlang anrufen musst oder ob ihr euch nicht einfach treffen könnt, |
| · | dich vor dem Runterladen von Klingeltönen und Spielen über die KOSTEN informierst oder es am besten ganz einfach sein lässt. |
Grundsätzlich gilt: du darfst mit deinem Taschengeld
alles kaufen, was du mit deinem Taschengeld bezahlen kannst.
Solange du noch nicht 14 Jahre alt bist, brauchst du jedoch die Zustimmung
von deinen Eltern, sonst gilt dein Kaufvertrag nicht. Das ist vor
allem wichtig bei folgenden Anschaffungen:
| · | Zeitungsabonnements: die dürfen Kinder gar nicht unterschreiben |
| · | Haustierkauf: auch hier musst du die Zustimmung deiner Eltern haben. Für den Kauf von Hunden, Katzen etc. musst du sogar 16 Jahre alt sein. |
| · | Handys ohne elterliche Zustimmung darfst du nicht kaufen, auch keine Prepaid-Karte |
Du findest du bekommst zu wenig Taschengeld, aber deine Eltern lassen nicht mit sich reden? Dann verdiene doch einfach selbst etwas dazu. Ab 13 Jahren darfst du das schon, wenn auch nur im Rahmen bestimmter Regeln. Welche das sind, erfährst du HIER.
Außerdem kannst du selbst etwas dafür tun, damit dein Taschengeld ausreicht:
| · | Für größere Anschaffungen jede Woche/jeden Monat einen kleinen Betrag zur Seite legen |
| · | Informationen über preisgünstige Angebote einholen und vergleichen. Merke: Die angesagtesten Modelle oder Klamotten sind meistens die teuersten |
| · | Im Schwimmbad, Museum usw. mit Freund/innen zusammen Gruppenkarten kaufen |
| · | Nur am Kinotag ins Kino gehen – ist billiger |
| · | ... |
Deiner eigenen Kreativität beim Einsparen sind dabei keine Grenzen gesetzt.