Was genau heißt „süchtig sein“?
Zeige Mut und Stärke und sag einfach : Nein!
Was haben denn Essstörungen mit Sucht zu tun?
Sicher hast du schon mal etwas über Drogen
oder Rauschgift gehört, z. B. im Fernsehen, in der Schule oder
auch Zuhause. Eine Droge ist ein Stoff der ein bestimmtes Gefühl
oder auch einen Rausch in deinem Kopf hervorruft. Dieser Rausch kann
die Wahrnehmung der Dinge um dich herum und das Empfinden des eigenen
Körpers stark verändern und stören.
Zugleich hat eine Droge auch eine schädliche Wirkung auf den
Körper, denn der Stoff der dieses berauschende Gefühl verursacht,
wirkt gleichzeitig wie eine kleine Menge Gift auf den Körper.
Es gibt sehr viele verschiedene Sorten von Drogen, manche davon sind erlaubt (legal), andere absolut verboten (illegal), aber eine schädliche Wirkung können sie alle haben.
Zigaretten und Alkohol gehören zu den erlaubten Drogen und können
von Erwachsenen im Geschäft gekauft werden. Beides ist sehr ungesund
und kann schlimme Folgen für den Körper haben, vor allem
wenn man sehr häufig raucht oder trinkt.
Jemand der z. B. viel Alkohol auf einmal trinkt verändert sich
auf eine seltsame Art und Weise. Er kann dann ganz plötzlich
lustig, traurig oder sogar böse oder wütend werden. Das
ist dann die Wirkung des Alkohols, und die ist oft sehr unterschiedlich.
Sicher ist die Aufklärung über Alkohol- und Nikotinmissbrauch
sogar Teil deines Schulunterrichts. Dennoch greifen viele Kinder und
Jugendliche irgendwann zur Zigarette, trinken Bier oder sogenannte
„Alkopops“ oder Hochprozentiges.
Aber wieso kommt es denn dazu?
Viele Jugendliche möchten in fortschreitendem Alter ihre eigenen
Erfahrungen machen und der Reiz des Verbotenen beflügelt dabei
die Neugier. Zum anderen ist der Einfluss, den Sie als Eltern ausüben
in den Jahren der beginnenden Pubertät nicht mehr entscheidend.
Wichtiger ist nun, was die Gleichaltrigen denken und tun. Zigaretten
und Alkohol sind für eine gewisse Zeit vielleicht cool und angesagt,
vielleicht auch in deiner Clique .
Mit einer Zigarette in der Hand haben Viele dann das Gefühl, erwachsen zu sein, am Leben der Älteren teil zu nehmen.
Zu den verbotenen Drogen gehören z.B. Heroin, Kokain und Haschisch.
Das Gesetz erlaubt weder die Einnahme noch den Besitz dieser Dogen.
Sie sind verboten, weil sie so eine starke und schädliche Wirkung
auf den Körper haben und einen Menschen sogar richtig krank machen
können.
Neben der anfänglich angenehmen Wirkung, wie etwa einer intensivierten
Sinneswahrnehmung oder Entspannung, können auch Sinnestäuschungen,
Angst- und Panikzustände auftreten. Auch scheinbar „ leichte“
Drogen wie Cannabisprodukte können zu einer seelischen Abhängigkeit
führen. Das Konzentrationsvermögen nimmt ab, ein "Kiffer"
ist oft antriebslos.
Auch eine Neigung zu Depressionen wurde schon häufig beobachtet.
Genau wie beim Alkohol kann die dauerhafte Einnahme von Drogen deine
Persönlichkeit entscheidend verändern.
Die erlaubten Drogen und die verbotenen Drogen haben allerdings eine Sache gemeinsam: sie können süchtig machen, und eine Sucht ist sehr gefährlich.
Wenn jemand süchtig ist, dann dreht sich oft
sein gesamtes Leben um diese Sucht, ganz egal nach was man süchtig
ist. Menschen, die süchtig sind, können und Leben und ihr
Tun nicht mehr richtig kontrollieren. Nicht nur Drogen können
abhängig machen, auch bei Medikamenten, auch beim Fernsehen oder
bei Videospielen und Glücksspielen kann es passieren, dass man
süchtig wird. Ebenfalls gibt es Süchte, die mit Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen zusammenhängen.
Jemand der z. B. süchtig nach Videospielen ist, spielt nicht
mehr weil er Spaß daran hat, sondern weil sein Verlangen ihn
dazu zwingt. Der Unterschied dabei ist dann, dass er nicht mehr spielt
weil er möchte, sondern weil er muss!
Süchtige Menschen tun oft Dinge, die sie niemals täten,
wenn sie gesund wären. Vielleicht tut es ihnen danach leid und
sie versuchen, es an dir und deiner Familie wieder gutzumachen.
Es ist sehr schwer zu verstehen, dass ein Mensch nicht mehr frei
entscheiden kann was er tut. Aber eine Sucht ist eine nun mal eine
Krankheit die man heilen kann und auch heilen muss, und dazu braucht
man meist fremde Hilfe.
Diese Krankheit bringt einen „süchtigen Menschen“
dazu, mehr über z. B. Alkohol oder Drogen nachzudenken als über
andere Sachen, und lässt ihn Dinge tun, von denen er weiß,
dass sie ihm wehtun. Es scheint, als könne er nicht mehr aufhören,
wenn er einmal angefangen hat.
Übrigens: Eine Sucht kommt nicht von heute auf morgen, eine Sucht entwickelt sich in einem langsamen Prozess, so dass man das Problem häufig erst bemerkt wenn es zu spät ist und man schon richtig abhängig ist.
Auch wenn es dir nicht immer leicht fällt,
solltest du lernen "nein" sagen zu können. Gerade bei
einem heiklen Thema, wie das der Drogen, ist der Mut zum "nein"
sagen besonders wichtig.
Weshalb solltest du dich überhaupt von manchen Freunden zum Alkohol
trinken oder Rauchen überreden lassen? Nur weil alle mitmachen
und es total cool finden? Ich kann doch selbst entscheiden, was gut
mich ist und was nicht!
Wenn du vermutest, dass jemand aus deiner Familie oder deinem Bekanntenkreis
vielleicht ein Drogen- oder ein Suchtproblem hat, dann kannst du hier
anrufen um Hilfe und Rat zu bekommen:
Die „Nummer gegen Kummer“: 01805 313031
Es gibt zwei Arten von Süchten, man unterscheidet zwischen einer stoffgebundenen oder stofflichen Sucht, also einer „Sucht mit Drogen“ und der „stoffungebundenen“ „Sucht ohne Drogen“.
„Sucht“ verbindet man meistens mit Drogen. Doch nicht
jeder, der Drogen nimmt, ist zwangläufig sofort süchtig.
Süchtig ist man, wenn man nicht mehr aufhören kann, einen
bestimmten Stoff zu nehmen. Der Abhängige braucht dann, damit
es ihm gut geht, immer wieder ein bestimmtes Mittel.
Also ist die Sucht mit Drogen wie Alkohol, Zigaretten, Haschisch oder
Ecstasy ist eine sogenannte „stoffliche Sucht“.
Jeder Mensch hat bestimmte Methoden, wie er in Stresssituationen Entspannung herbeiführen kann oder auf unangenehme Gefühle reagiert.
Dies kann das Hören von Musik, ein Eis, das Einschalten des Fernsehers oder andere alltägliche Dinge sein. Schnell wird das entspannungsfördernde Verhalten zur Gewohnheit, bei manchen Menschen aber auch zur Sucht. Das nennt man dann eine „stoffungebundene“ Sucht. Ist jemand „stoffungebunden“ süchtig, braucht er für sein Wohlbefinden keine Drogen. Vielmehr muss er bestimmte Dinge immer wieder tun, damit es ihm gut geht. Der abhängige Mensch kann oft nicht mehr aufhören , diese Dinge zu tun.
Es gibt viele Dinge, von denen Menschen süchtig werden können: angefangen beim Arbeiten (Workoholic), über das Essen ( Esssucht, Magersucht) und das sogenannte „Glücksspiel“ (z.B. Spielautomaten, Kartenspiel um Geld, Roulette, andere Spiele aus Spielhallen, ) bis hin zur Flucht in die virtuelle Welt des Internet ( Chat, Spiele…).
Gerade bei Jugendlichen und auch schon bei Kindern
sind in den letzten Jahren immer öfter Süchte, die mit Essstörungen
zusammen hängen, wie die Magersucht aufgetreten. Sicherlich hast
du davon schon einmal gehört. Menschen, die magersüchtig
sind, verweigern die Nahrungsaufnahme.
Meist sind junge Frauen von der Magersucht betroffen, nur 5 Prozent
aller Magersüchtigen sind Männer, wobei die Zahlen auch
hier steigend sind.
Betroffene spüren ihren Körper nicht – sie fühlen
nicht, wann ihnen kalt oder warm ist. Sie sind äußerst
leistungsorientiert, treiben Sport bis hin zum Spitzensport und sind
gute Schüler. Sie essen gerade mal soviel wie nötig, um
am Leben zu bleiben. Man kann fast sagen, dass Magersüchtige
sich zu Tode hungern. Zehn Prozent aller Magersüchtigen sterben
an den Folgen der Unterernährung.
Es gibt aber auch noch andere Süchte, die mit einer Störung des Ernährungsverhaltens einhergehen, wie etwa die Bulimie, der Ess- Brecht- Sucht, bei der die Betroffenen versuchen durch willentlich herbeigeführtes Brechen eine Gewichtszunahme zu verhindern. Eine andere Form dieser Süchte ist die Esssucht oder Fresssucht. Das ist eine Krankheit, die ebenfalls besonders unter jungen Mädchen verbreitet ist. Es werden dabei anfallartig Unmengen an Nahrung verschlungen, was extremes Übergewicht zur Folge hat. Gleichzeitig leiden die Betroffenen über extreme Schuldgefühle, da sie sich nicht unter Kontrolle haben.