Sexualität oder die Sache mit dem Storch
Aids und Geschlechtskrankheiten
Ansprechpartner und Informationen
Die eigenen Kinder aufklären oder mit ihnen über Sexualität zu sprechen, fällt vielen Eltern nicht gerade leicht. Auch den Kindern bzw. Jugendlichen ist es oft peinlich und/oder sie glauben schon alles zu wissen. Trotz der eigenen Schwierigkeiten das Thema auf zu greifen, ist es wichtig Kindern einen natürlichen und selbstbewussten Umgang mit ihrem eigenen Körper zu vermitteln. Dazu gehört eine umfassende Aufklärung und offene Gespräche über Körper, Sexualität, Beziehung und alles was dazu gehört. Das eigene elterliche Verhalten spielt als Vorbild für die Kinder eine erhebliche Rolle.
Bereits Kleinkinder haben ihre eigene Sexualität.
Deshalb sollte die Aufklärung bereits im Vorschulalter beginnen
und bis zur Pubertät fortlaufend erfolgen. Die altersgemäße
Behandlung des Themas ist dabei natürlich zu berücksichtigen.
Die Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung hält eine Fülle
an Informationsmaterial bereit, das Ihnen in jeder Alterstufe in Sachen
Aufklärung nützlich sein kann.
Falls Sie als Eltern sich mit diesem Thema schwer tun bzw. schwer
getan haben, ist der Beginn der Pubertät jedoch der späteste
Zeitpunkt, um ein Gespräch mit Ihrem Kind zu suchen. Zu Anfang
der Pubertät sammeln die Jugendlichen i. d. R. ihre ersten sexuellen
Erfahrungen, d.h. die Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft erhöht
sich ab diesem Zeitpunkt rapide. Allein aus diesem Aspekt heraus ist
ein klärendes Gespräch unerlässlich. Im Laufe dieses
Gesprächs sollten Sie mit Ihrem Kind die verschiedenen Formen
der Verhütung und die Gefahr von Geschlechtskrankheiten erörtern.
Wichtig ist, dass Sie in der Lage sind zu akzeptieren, dass ihr Kind
ein Recht auf seine eigene Sexualität hat und dafür nicht
zu "unreif" ist. Wenn Ihr Kind das Gefühl hat, von
Ihnen in seiner ganzen Persönlichkeit angenommen zu werden, wozu
Sexualität nun mal gehört, wird es ihm vielleicht etwas
leichter fallen Ihre Ratschläge anzunehmen.
Es gibt eine ganze Reihe verschiedenster Verhütungsmethoden.
Jedoch nicht alle sind besonders gut für Jugendliche geeignet.
Empfehlenswert ist der Gebrauch von Kondomen. Richtig angewandt schützen
sie nicht nur vor Schwangerschaft und Krankheiten, sondern sind auch
fast überall preiswert zu bekommen.
Informationen zu weiteren Verhütungsmöglichkeiten und deren
Vor- und Nachteile können Sie auf den genannten Internetseiten
nachschlagen.
Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es sich vertrauensvoll an Sie wenden
kann, wenn das Thema Verhütungsmittel akut wird. Dies kann dann
auch noch mal als Aufhänger für ein Gespräch genutzt
werden.
"......trotz zahlreicher AIDS-Kampagnen ist es bei den Jugendlichen noch nicht genug durchgedrungen, ein Kondom zum Schutz vor Aids und anderen Infektionskrankheiten zu verwenden. Mütter sollten sich daher auch nicht scheuen, ihren Töchtern "bei Bedarf" ein Kondom einzupacken und sie über dessen Verwendung aufzuklären, da Knaben erwiesenermaßen in erregter Situation selten bis gar nicht an die Verwendung eines Kondoms denken....." Zitat aus einem Aufsatz von Sigrun Rux. Das eingesteckte und hoffentlich auch benutzte Kondom hat zumindest den Vorteil, dass sie beruhigt sein können, dass Ihre Tochter weder schwanger wird noch sich mit einer Geschlechtskrankheit infiziert. Das ist doch schon was....... Allerdings sollte man immer wieder darauf hin arbeiten, dass auch Jungs in der Verantwortung sind und sich um Verhütung kümmern müssen.
Wenn sie eine persönliche Beratung
wünschen können Sie sich an das Gesundheitsamt
des Regionalverbandes Saarbrücken wenden. Hier erhalten Eltern,
Betroffene und Interessierte fachkundige Auskunft. Weitere Beratungs-
und Informationsmöglichkeit bei der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Tel: 01805 555444
- die OnlineBeratung
der Deutschen Aidshilfe anfragen oder der:
AIDS-Hilfe Saar e.V.
Nauwieser Str. 19
66111 Saarbrücken
Tel: 0681/31112 oder Tel: 0691/19411
Fax: 0681/34252
Mail : info@aidshilfesaar.de
Viele Eltern sind verunsichert, wenn von sexuellem
Missbrauch bzw. sexueller Gewalt die Rede ist. In den letzten Jahren
häuften sich die "Schreckensmeldungen". Oft sind Erwachsene
völlig überfordert, wenn sich eine solche Tat in ihrem Umfeld
ereignet bzw. ein Tatverdacht in ihrem familiären Beziehungsgefüge
auftritt.
Um Ihre Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen, ist eine
alters- und sachgerechte Aufklärung über Körper und
Sexualität sehr wichtig. Außerdem sollten Sie Ihrem Kind
deutlich machen, dass es Menschen gibt, die schlimme, blöde,
böse Dinge mit Kindern tun. Diese Menschen versuchen Kinder zu
erpressen oder sie zur Geheimhaltung zu zwingen. Erklären Sie
mit Ihrem Kind, dass es sich, egal was passiert, immer jemandem anvertrauen
soll und um Hilfe bitten kann. Es braucht keine Angst davor zu haben,
bestraft zu werden oder dass ihm nicht geglaubt wird.
Die wichtigsten Informationen, nützliche Tipps
und Adressen von Beratungsstellen finden Sie hier.
Persönliche Gespräche können Sie mit den zuständigen
Bezirkssozialarbeit/innen unseres Jugendamtes vereinbaren.
oder natürlich mit den
Mitarbeiter/innen der Beratungsstellen.